Alexander Osang  

"Darf man um seine Katze trauern, wenn Deutschland gerade Weltmeister wird? Wundersame Fragen der Leitkultur"

„Wir sagen unseren Namen, wir geben uns die Hand“, liest Alexander Osang in den Thesen des Bundesinnenministers zur deutschen Leitkultur – und wundert sich. Funktioniert unser Leben wirklich nach solchen Prinzipien oder ist es nicht viel komplexer in dieser globalisierten Zeit? Beobachtungen im Ausland und daheim lassen Osang über die deutschen Eigenarten sinnieren, sei es bei Begegnungen mit Neonazis an der Fleischtheke einer Brandenburger Kaufhalle oder beim Besuch eines Einrichtungshauses in New York, beim Tennisspielen in Odessa oder bei der Wohnungssuche in Tel Aviv. Hinter all den kleinen Geschichten geht es eher beiläufig auch immer um die großen Fragen: Wer bin ich? Wie will ich in dieser Welt leben?

 

Alexander Osang, Jahrgang 1962, Studium der Journalistik in Leipzig, Wirtschaftsredakteur, später Chefreporter der Berliner Zeitung, seit 1999 Reporter für den Spiegel, u.a. in New York und Tel Aviv, 1993, 1999, 2001 Egon-Erwin-Kisch-Preis, 1995 Theodor-Wolff-Preis, 2009 Auszeichnung als Reporter des Jahres durch das Medium Magazin, er veröffentlichte zahlreiche Bücher mit Reportagen und Porträts, Erzählungen und Romanen.

 

LESUNG

Datum:

Freitag,  19. Oktober 2018 | 20:00 Uhr

Ort:

Scheune

Weitere Informationen:

Nachlesen: Alexander Osang

Eintritt: 12 Euro VVK  /  15 Euro AK

Copyright Bild: Anja Reich

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