Anouk, Alain, Jean-Louis et les autres 

"Französische Schauspielerinnen und Schauspieler des italienischen Kinos"

Die von Antonio Maraldi, Direktor des Kinozentrums der Stadt Cesena, kuratierte Ausstellung wurde anlässlich der 1. Ausgabe der Italienischen Filmwoche in der Welt (2005) erstmals präsentiert. Die Ausstellung besteht aus 45 Schwarzweiß- und Farbfotografien aus dem Archiv des Kinozentrums und soll die ständige Präsenz französischer Stars im italienischen Kino und ihren Beitrag zur Geschichte der Filmkunst belegen.

Französische Schauspielerinnen und Schauspieler haben regelmäßig italienische Sets besucht. Auch wenn in den fünfziger Jahren noch wenige auf den Bildschirmen zu sehen sind – Isabelle Corey in „Souvenirs d’Italie“ („Drei Mädchen erobern Rom“) oder Jacqueline Sassard in „Nata di marzo“ oder eine sehr junge Brigitte Bardot – wird ihre Präsenz in den folgenden Jahrzehnten verstärkt, was die Veränderungen des italienischen Kinos begleitet. Die Franzosen besetzen bald die Bühne: Alain Delon, zeigt sich in „Rocco e i suoi fratelli“ („Rocco und seine Brüder“), Jean-Paul Belmondo, als junger Protagonist in „Viaccia“ („Das Haus in der Via Roma“), Anouk Aimée, Fellinis Muse, Dominique Sanda, die intensive Micol in „Il giardino dei Finzi Contini“ („Der Garten der Finzi Contini“), Catherine Spaak als beunruhigendes und unbefangenes Mädchen der 60er Jahre. Andere stechen in Genrefilmen hervor. Unabhängig von Stilen und Epochen begeben sich einige auf eine lange Reise durch das italienische Kino.

Beginnend mit Jean-Louis Trintignant, einem „italienischen“ Schauspieler seit über zwanzig Jahren, vom reservierten Studenten des „Estate violenta“ („Wilder Sommer“) bis zum Drehbuchautor in der Krise in „La Terrazza“ („Die Terasse“). Oder Jacques Perrin vom sensiblen und leidenden Jungen in „Cronaca familiare“ („Tagebuch eines Sünders“) bis hin zum renommierten Regisseur im „Nuovo Cinema Paradiso“ („Cinema Paradiso“). Und dann Michel Piccoli, Philippe Noiret, Jean Sorel, Annie Girardot, Fanny Ardant, Italiener von der Kunst und vom Herzen her. Und viele andere, bis zu den jüngsten Auftritten auf den Leinwänden von Lambert Wilson, Juliette Binoche, Isabelle Huppert oder Daniel Auteuil, die heute das italienische Kino bereichern.

AUSSTELLUNG

Datum:

Zu sehen vom 21. September bis 24. November

Ort:

HofGalerie, HofCafé

Weitere Informationen:

Ein Gemeinschaftsprojekt mit CIMA e.V.

Copyright-Bild: Centro Cinema della Città di Cesena