Arnold Kasar 

"Resonanz"

Er ist Pianist, Komponist & Musikproduzent. In unzähligen Projekten hat der aus dem Südschwarzwald stammende und in Berlin lebende Musiker mitgewirkt. Jüngst veröffentlichte er bei der Deutschen Grammophon das von der Kritik bejubelte Album „Einfluss“ zusammen mit Joachim Roedelius – das Fachmagazin Intro feierte „schon jetzt die fruchtbarste und wundervollste Kooperation des Jahres“. Nicht weniger bekannt sind seine electro-jazz Projekte mit Lisa Bassenge und ihren Bands Nylon und Micatone. Kasar ist auch der langjährige Co-Autor und musikalischer Leiter des allround-performers Friedrich Liechtenstein. Doch der gelernte Sound-Ingenieur ist auch solo erfolgreich, wie er 2012 mit seinem Debüt „The Piano Has Been Smoking“ bewiesen hat. Nun hat es ihn wieder an sein erstes Instrument gezogen und der Zeitpunkt dafür könnte kaum besser sein, spielt doch das Klavier als wieder entdeckter Klang und Instrument der Erneuerung in den letzten Jahren wieder eine wichtige Rolle.

2010, während der Arbeiten an der LP „The Piano Has Been Smoking“, begann Kasar sein Instrument mit Radiergummis, Teebeuteln oder Flicken zu präparieren und entlockte dem Klavier so ganz neue spannende Töne. Nur einer Komposition, die als Single ausgekoppelt werden sollte („Put A Light On Me“), lieh er seine Stimme, nachdem er keine passende Sängerin dafür gefunden hatte. So kam die Welt erstmalig in den Genuss des dunklen und traurigen Timbres des Arnold Kasar. Das Ziel Airplay (u.a. bei FM4 oder RadioEins) wurde dadurch erreicht und fortan war Kasar angefixt von der Idee, zu singen. 2016 gründete er sein eigenes Label Superfrieden. Die erste Katalognummer waren die neuen Aufnahmen seiner Kompositionen mit Friedrich Liechtenstein. Diese Arrangements waren ursprünglich als minimal piano Duo mit sparsamer Elektronik gedacht, nun war mit Sebastian Borkowski (Bass Klarinette, Flöte und Saxofon) der Trio Sound komplett -das Friedrich Liechtenstein Trio war geboren.

Kasars Kommentar zum Album INSIDE DEVILS KITCHEN: „Ich glaube nicht, dass ich jemals authentischer und direkter klingen kann als mit diesem Klavier und mit diesen Stücken, denn sie sind alle komplett improvisiert, aus dem Nichts entstanden an dem Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Von diesem Punkt kann es nun in alle Richtungen weitergehen, mit neuen Songs, vielleicht einem neuen Sound auf einem anderen Klavier, aber das hier ist die reine Basis, spürbare Reinheit und Ruhe. Ich komme zurück an den Anfang, um weiterzukommen.“

KONZERT

Datum:

Freitag,  07. Oktober 2022 | 20:00 Uhr

Ort:

Scheune

Weitere Informationen:

Nachhören: kasarmusic.de

Eintritt: 15 Euro VVK / 18 Euro AK 

Ein Konzert aus der Reihe Piano.Neo.Forte I

Copyright Bild: Arnold Kasar

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