Es war da eine Zeit … FILMpremiere & GESPRÄCH

D 2019 l R: Axel Geiss l FSK: o. A. l 108 Min.

Die DDR ist Geschichte. Wie sie funktioniert hat und warum sie untergegangen ist, wissen immer weniger Menschen. „Es war da eine Zeit“ erzählt von den Umbrüchen dieser 40 Jahre: Der Dokumentarfilm schildert den Werdegang und die Erfahrungen von zwei ehemaligen Generaldirektoren und einer Wissenschaftlerin. Manfred Dahms, Eckhard Netzmann und Wera Thiel wollten ein anderes, ein besseres Deutschland als das, was sie mit den Kriegsjahren erlebt hatten. Als in der DDR eine neue Gesellschaft aufgebaut werden soll, sind sie begeistert dabei – und werden aktive Verfechter des Sozialismus. Doch die innere Bindung an den Staat geht im Laufe der Jahre verloren. Anfang der siebziger Jahre begreifen sie: Anspruch und Wirklichkeit klaffen immer weiter auseinander, den ökonomischen Wettbewerb mit der Bundesrepublik kann die DDR nicht gewinnen. Trotzdem erfüllen sie ihre Pflicht. Diszipliniert und überzeugt, im moralisch besseren Teil Deutschlands zu leben, kämpfen sie weiter für eine sozialistische Gesellschaft und tragen nach Kräften dazu bei, dass die DDR erst im Herbst 1989 untergeht. „Ich habe bis zum letzten Tag funktioniert“, sagt Manfred Dahms, von 1976 bis zum November 1989 Generaldirektor des VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau Berlin, „ich sah es als meine Aufgabe, dass wir Strom in der Steckdose hatten.“ Der Rückblick der drei Protagonisten ist nicht von Verklärung oder Wehmut bestimmt, sondern von kritischer Distanz. Und bei Manfred Dahms auch von Ärger: „Es ist doch unglaublich. Friseure und Schuster haben die Treuhandanstalt geleitet, und die ehemaligen Wirtschaftsleute der DDR wurden in die Ecke gestellt.“ Dazu die Juristin Wera Thiel: „Das war natürlich eine politische Frage, was denn sonst. Die Geschichte wird immer von denen geschrieben, die gewonnen haben, und gewonnen haben doch nicht die aus der DDR.“

Weitere Informationen:

FILMpremiere & GESPRÄCH mit Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué (Finanzminister des LSA a.D., Lehrstuhl für VWL der OvGU), Eckhard Netzmann (ehemals Generaldirektor des SKET Magdeburg, Protagonist), Prof. Uwe Mann (Kameramann), Axel Geiss (Regisseur und Produzent)

Moderation: Prof. Dr. Anne Lequy (Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal)

 

Der Einlass am Veranstaltungstag erfolgt nur mit:

1. einer personalisierten, schriftlichen oder elektronischen Bescheinigung über einen PCR-Test, der nicht älter als 24 Stunden ist in Verbindung mit der Vorlage des Personalausweises

oder

2. einer personalisierten, schriftlichen oder elektronischen Bescheinigung über einen PoC-Antigen-Test (Schnelltest), der nicht älter als 24 Stunden ist in Verbindung mit der Vorlage des Personalausweises

oder

3. einem personalisierten Nachweis über den vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Die letzte Impfung darf nicht vor weniger als 14 Tagen vorgenommen worden sein.

oder

4. einem personalisierten Genesenennachweises. Die Testung der Genesung muss mindestens 28 Tage und darf höchstens 6 Monate zurückliegen.

Selbsttests werden nicht akzeptiert.

Alle Termine im Überblick:

  • Mo.,12.07. | 19:00 Uhr