Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks

F 2018  l  R: Louis Clichy, Alexandre Astier  l  FSK: 0, empfohlen ab 7  l  86 Min.

Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt… Ganz Gallien? Nein! Das unbeugsame Volk leistet natürlich zu jeder Zeit Widerstand! Der Druide Miraculix sorgt sich um die Zukunft des Dorfes und macht sich gemeinsam mit Asterix und Obelix auf, einen Nachfolger zu finden, dem er das Geheimnis des legendären Zaubertranks anvertrauen kann. Doch auch der hinterhältige Dämonix versucht, in den Besitz der magischen Formel zu kommen und schreckt dafür nicht einmal vor einem Pakt mit den Römern zurück. Während Asterix und Obelix auf ihrer Suche nach einem würdigen Druiden-Lehrling ganz Gallien durchqueren, müssen die Frauen das Dorf allein gegen die römischen Soldaten verteidigen. Und die Zaubertrank-Vorräte reichen nicht ewig. Ein neues, amüsantes Abenteuer der Helden Asterix und Obelix, welches nicht auf den bereits bekannten Comicalben beruht, sondern eine völlig neue Geschichte erzählt.

Ausgeflogen / Mon bébé … FILMPreview

F 2019  l  R: Lisa Azuelos  l  D: Sandrine Kiberlain, Yvan Attal, Arnaud Valois, Patrick Chesnais, Victor Belmondo  l  FSK: o. A.  l  OmU  l  87 Min.

Héloise steht mitten im Leben – sie hat drei Kinder, ist Single und führt ihr eigenes Restaurant. Doch als ihre jüngste Tochter Jade als Letzte das Nest verlässt und in Kanada studieren will, gerät sie in eine existentielle Krise. Wie konnte ihre süße Kleine bloß so schnell erwachsen werden? Ihre liebevollen Erinnerungen an Jades Kindheit kann Héloise nur schwer mit der selbstbewussten jungen Frau in Einklang bringen, die jetzt vor ihr steht. Als Jades Abreise näher rückt, versucht die Mutter jeden Moment, der ihr mit der Tochter bleibt, mit dem Handy festzuhalten und vergisst dabei fast, die gemeinsame Zeit zu genießen. Stets waren die Kinder für sie der Mittelpunkt und Héloise wird mehr und mehr bewusst, dass sich das Leben nun grundlegend ändern wird.

In ihrer berührenden Komödie AUSGEFLOGEN blickt Regisseurin Lisa Azuelos (LOL, EIN AUGENBLICK LIEBE) zugleich nostalgisch zurück und lebensfroh in die Zukunft. Sandrine Kiberlain glänzt in der Rolle einer modernen Frau und Mutter, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben steht. Ein emotionaler Film über Familienzusammenhalt, Loslassen und Neuanfänge.

Das Familienfoto

F 2018  l  R: Cécilia Rouaud  l  D: Vanessa Paradis, Camille Cottin, Jean-Pierre Bacri  l  FSK: 0  l  98 Min.

Die Geschwister Gabrielle, Elsa und Mao könnten unterschiedlicher kaum sein. Da haben ihre getrennt lebenden Eltern ganze Arbeit geleistet. Der Vater war nie da, die Mutter, eine Psychotherapeutin, mischte sich dagegen in alles ein, woran sich bis heute nichts geändert hat. Die Normalste ist da noch die demente Großmutter. Als der Großvater stirbt, ist die Familie gezwungen, sich zusammen zu raufen. Allein kann die alte Dame nicht bleiben, wie aber sollen sie eine Lösung finden, wenn schon in ihrem eigenen Leben das pure Chaos herrscht? Mit feinsinnigem Humor erzählt Rouaud wie die Familie über diese Frage wieder zueinanderfindet.

Das Leben ist ein Fest

F 2017  l  R: Eric Toledano, Olivier Nakache  l  D: Jean-Pierre Bacri, Gilles Lellouche, Jean-Paul Rouve  l  FSK: 0  l  115 Min.

Kann einem Wedding Planner etwas Schlimmeres passieren als eine Hochzeits-gesellschaft, die im Stau steht, ein Fotograf, der sich nicht benimmt, eine Band, die kurzfristig absagt, und ein Team, das wegen einer Lebensmittelvergiftung ausfällt? Wenn dann noch die eigene Frau die Scheidung will, ist das Chaos perfekt! Seit Jahrzehnten richtet Max Hochzeiten aus, doch diese Feier droht zum Fiasko zu werden. Als der Abend zunehmend aus dem Ruder läuft, beschließt Max, seinen Job an den Nagel zu hängen. Oder kann sich völliges Chaos doch zum Guten wenden und die Feier gerettet werden?

Nakache und Toledano („Ziemlich beste Freunde“) präsentieren erneut eine humorvolle und warmherzige französische Komödie.

Der Klavierspieler vom Gare du Nord

F 2017  l  R: Ludovic Bernard  l  D: Jules Benchetrit, Lambert Wilson, Kristin Scott Thomas  l  FSK: 0  l  105 Min.

Mathieu Malinski sitzt an einem öffentlichen Klavier im Pariser Bahnhofstrubel, spielt ganz für sich und doch auch für die ganze Welt. Inmitten des Publikums ist Pierre Geithner, Leiter des Pariser Konservatoriums, der das Talent erkennt und Mathieu zu gern fördern möchte. Doch Mathieu lehnt ab. Bis zu dem Tag, an dem er wegen Diebstahls vor Gericht steht und niemanden hat, an den er sich wenden kann – außer Pierre Geithner, der seine Haftstrafe in Sozialstunden am Konservatorium umwandeln lässt. So betritt Mathieu eine Welt, deren Regeln er nicht kennt und in der nicht nur die strenge Klavierlehrerin an ihm zweifelt. Eine so brillante wie elektrisierende Geschichte über die vereinende Kraft der Musik und die große Chance, die im gegenseitigen Vertrauen liegt.

Der unverhoffte Charme des Geldes … FILMPreview

CA 2018  l  R: Denys Arcand  l  D: Alexandre Landry, Maripier Morin, Rémy Girard, Maxim Roy, Vincent Leclerc  l  FSK: o. A. l  OmU  l  128 Min.

Was passiert, wenn ein eingefleischter Kapitalismusgegner buchstäblich an Säcke voller Kohle kommt, zeigt „Der unverhoffte Charme des Geldes“, der neue Film des für „Die Invasion der Barbaren“ mit dem Oscar® ausgezeichneten Kanadiers Denys Arcand. Nach einigen anfänglichen, nicht ausschlagbaren Annehmlichkeiten stellt sich für den Protagonisten Pierre-Paul bald die Frage: Wohin mit dem vielen Geld? Denn nicht nur die Mafia und das Finanzamt, sondern auch zwei gewiefte Polizisten haben ein verdächtig großes Interesse an seinem neuen Reichtum. Doch mithilfe eines gerade erst aus dem Knast entlassenen Finanzgenies, eines Offshore-Bankers und einer neuen, teuren Freundin gelingt es ihm, ein System auszutricksen, in dem alles nur auf Erfolg und Geld ausgerichtet ist. Wie von Arcand gewohnt, verbindet auch „Der unverhoffte Charme des Geldes“ geschickt Gesellschaftskritik mit einer großen Portion Humor. Herausgekommen ist ein intelligentes Heist-Movie, das Spaß macht und am Ende auf berührende Weise zeigt, welche Werte wirklich wichtig sind.

Gelobt sei Gott / Grâce à Dieu … FILMPreview

F 2019  l  R: François Ozon  l  D: Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud  l  FSK: ab 6  l  OmU  l  137 Min.

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern, François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist. Die tatsachengetreuen Ereignisse um den Missbrauchsskandal in Lyon hat François Ozon in einem fiktionalen Film verarbeitet. Atemlose Bilder, immer im Wettlauf mit den aktuellen Entwicklungen, verleihen „Gelobt sei Gott“ eine emotionale Wucht, der man sich kaum entziehen kann. Stilsicher und mitreißend erzählt und ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury auf der Berlinale 2019, ist „Gelobt sei Gott“ nicht nur eine erschütternde Bestandsaufnahme der Versäumnisse in der Katholischen Kirche, sondern auch ein Plädoyer für Mut und Zusammenhalt.

Inna de Yard – The Soul of Jamaica

F 2018  l  R: Peter Webber  l  FSK: ab 6  l  OmU  l  99 Min.

Ein Haus über der jamaikanischen Hauptstadt Kingston, voll mit alten Vinyl-Schallplatten. Im Garten finden sich einige der legendärsten Stimmen des Reggaes ein, darunter „Mr. Rocksteady“ Ken Boothe (*1948), Winston McAnuff (*1957), Kiddus I (*1944) und Cedric Myton (*1947). Sie waren Leader von wegweisenden Bands wie „The Congos“, hatten Nummer-Eins-Hits wie „Everything I Own“ und standen zusammen mit Bob Marley, Peter Tosh und Jimmy Cliff auf der Bühne. Heute wollen sie das Genre und ihre weltbekannten Hits neu aufleben lassen und nehmen gemeinsam das Unplugged-Album „The Soul of Jamaica“ auf. Um den Wurzeln des Reggaes treu zu bleiben und die Kraft Jamaikas zu spüren, verlegen sie ihr Studio in den Garten: Inna de Yard. Regisseur Peter Webber („Das Mädchen mit dem Perlenohrring“) begleitet die Old-Men-Supergroup während des Entstehungsprozesses des Albums, sowie bei der anschließenden Welt-Tournee – ihrer vielleicht letzten musikalischen Reise. Die dabei entstandene Musikdoku gibt aber auch Einblicke in das alltägliche und nicht immer einfache Leben der Reggae-Ikonen auf der Karibikinsel. Es ist das Abenteuer einer musikalischen Renaissance und eine zutiefst menschliche Reise ins Herz des Planeten Reggae. Ein Film über die Höhen und Tiefen einer Kultur und eines Landes, aber vor allem: Positive Vibes!

Komponistinnen … FILM & GESPRÄCH & MUSIK

FILM & GESPRÄCH & MUSIK / 3. Juli / 19.30 Uhr

Die Leipziger Pianistin Kyra Steckeweh stellte eines Tages fest, dass ihr Repertoire nur aus Musik von Männern besteht. Daraufhin begann sie, nach Stücken von Komponistinnen zu suchen und ihre Recherchen förderten schnell eine Vielzahl fantastischer Klavierwerke zutage, die bis heute fast nie gespielt werden. Sie traf eine Auswahl von vier sehr unterschiedlichen Komponistinnen, die alle ein vielfältiges Gesamtwerk hinterlassen haben. Zusätzlich zur intensiven Auseinandersetzung mit der Musik will Kyra Steckeweh nun auch „hinter die Noten“ schauen: Wie lebten diese Frauen? Mit welchen Widerständen hatten sie zu kämpfen? Wie haben sie diese bewältigt? Der Film „Komponistinnen“ beleuchtet die historischen und persönlichen Umstände, unter denen die vier Frauen im 19. und frühen 20. Jahrhundert ihre Werke geschaffen haben. Der Berliner Filmemacher Tim van Beveren begleitet Kyra Steckeweh auf ihrer Spurensuche nach Frankreich und Deutschland, zu den Lebens- und Wirkungsstätten von Mel Bonis, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Emilie Mayer. Sie trifft dabei Expertinnen, die sich wissenschaftlich mit der Thematik beschäftigen und denen sie auch Fragen zur gegenwärtigen Situation stellt. Wie wird heute mit dem musikalischen Erbe der Komponistinnen umgegangen? Warum wird ihre Musik so selten aufgeführt? Am Klavier lässt Kyra Steckeweh die Musik von Mel Bonis, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Emilie Mayer lebendig werden und am Ende der filmischen Reise hat man fast das Gefühl, die Komponistinnen persönlich zu kennen.

Im Anschluß an den Dokumentarfilm „Komponistinnen“ (D 2018  l  R: Tim van Beveren, Kyra Steckeweh  l  99 Min.) berichten Susanne Zeh -Voss und Karoline Schulz vom Freundeskreis der Komponistenklasse Halle e.V. von ihren Erfahrungen und geben einen Einblick in die heutige Situation für Komponistinnen. Maria Ackermann wird am Abend einige Stücke der vorgestellten Komponistinnen auf der Klarinette spielen.

Made in China … FILMPreview

F 2018  l  R: Julien Abraham  l  D: Frédéric Chau, Medi Sadoun, Julie de Bona  l  FSK: ab 12  l  OmU  l  100 Min

Der junge Fotograf François hat zu seinen asiatischen Wurzeln nicht gerade das beste Verhältnis. 10 Jahre ist es her, dass er nach einem Streit mit seinem Vater die Brücken zum chinesischen Teil von Paris abgebrochen hat. Erst als seine Freundin Sophie ihm erzählt, dass er Vater wird, werden für François die Karten im großen Spiel mit der Identität neu gemischt. Er ahnt, dass er für sein Kind den Kontakt zu seiner Familie und ihren Traditionen erneuern muss. Mit seinem besten Freund Bruno als moralische Unterstützung wagt er sich zurück ins Chinatown von Paris, doch Bruno ist ein liebevoller Chaot, der sich spontan in François‘ Cousine verliebt und sich gedankenlos von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert. Von Tanten, Onkeln, Nichten und Neffen wird François mit Überschwang begrüßt. Nur sein Vater und sein kleiner Bruder, den er kaum kennt, zeigen kein Interesse am verlorenen Sohn. Der familiäre Neubeginn wird schwerer als gedacht. Obwohl auch François von Vergebung weit entfernt ist, muss er versuchen, das Herz seines Vaters zurückzugewinnen.

Seine Rolle in „Monsieur Claude und seine Töchter“ machte ihn zum Star; nun bewährt sich Frédéric Chau auch als Drehbuchautor mit einer Geschichte voller Wärme und wohlüberlegter Figurenzeichnung. „Made in China“ ist inspiriert von der wahren Geschichte seines Lebens – mit Mut zur Dramatik und Lust an ausgefeilter Komik.

Monsieur Claude 2

F 2019 l R: Philippe de Chauveron l D: Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan, Medi Sadoun l FSK : o. A. l 98 Min.

Was mussten Monsieur Claude Verneuil und seine Frau nicht alles über sich ergehen lassen?! Beschneidungsrituale, Hühnchen halal, koscheres Dim Sum und nicht zuletzt die Koffis von der Elfenbeinküste. Doch seit den multikulturellen Hochzeiten ihrer Töchter, sind die beiden im Integrieren unübertroffen. Als die Kinder ihnen jedoch erklären, dass mit diesen Ehemännern im konservativen Frankreich auf keinen grünen Zweig zu kommen ist und sie deshalb auswandern werden, setzen Claude und Marie alles daran, um ihre Schwiegersöhne zum Bleiben zu bewegen. Monsieur Claude samt Familie kehrt zurück in dieser Komödie voller Provokationen und Spitzfindigkeiten.

Peter Lindbergh – Women’s Stories

F/D 2019  l  R: Jean Michel Vecchiet  l  D: Peter Lindbergh, Naomi Campbell, Charlotte Rampling  l  FSK: ab 12  l  103 Min.

Der Dokumentarfilm von Jean Michel Vecchiet zeigt die außergewöhnliche Geschichte eines Mannes, der zu den größten Fotografen des 20. Jahrhunderts zählt. Neben Einblicken in die tägliche Arbeit erzählt der Film eine sehr persönliche und emotionale Lebensgeschichte, die grundlegende Fragen aufwirft: Wie und warum wird man zum Künstler? Woher kommt diese kreative Kraft, die jeder Logik trotzt und sich der Analyse widersetzt? Peter Lindbergh gelang es Frauen wie Naomi Campbell, Linda Evangelista oder Cindy Crawford unter einem völlig anderen Blickwinkel abzubilden und sie zu den größten Topmodels der Welt zu machen.

Ein einfühlsames Porträt, von einer Kindheit – geprägt von den Spuren des 2. Weltkriegs – bis hin zu dem Künstler und Starfotografen.

Royal Corgi – Der Liebling der Queen

Belgien 2018  l  R: Ben Stassen, Vincent Kesteloot  l  FSK: 0, empfohlen ab 7  l  85 Min.

Mehr Luxus geht nicht: Seit Rex als niedlicher Welpe in den Buckingham Palast gekommen ist, lebt der Corgi in Saus und Braus. Im Handumdrehen erobert der Kleine das Herz Ihrer Majestät, da haben die dienstälteren Hunde schon bald nichts mehr zu bellen. Und nicht nur Prinz Philip treibt er mit seinen Allüren bald an die Grenzen seiner Geduld. Bis zu dem Tag, an dem Rex während des Staatsbanketts zu Ehren eines US-Präsidenten mit auffallend orangen Haaren in Ungnade fällt. Schneller als die Queen „I am not amused“ sagen kann, ist es mit dem bequemen Leben vorbei. Rex landet auf den Straßen Londons, als einer unter zahllosen Streunern, die ums Überleben kämpfen. Doch so schnell gibt der Vierbeiner nicht auf. Er will beweisen, dass er verdientermaßen der Lieblingshund der Queen war. Der Weg zurück in den Palast entpuppt sich als wahre Odyssee voller Abenteuer und Gefahren. Ein herrlich tierisches Familienabenteuer.

So wie du mich willst / Celle que vous croyez … FILMPreview

F 2018  l  R: Safy Nebbou  l  D : Juliette Binoche, Francois Civil, Guillaume Gouix  l  FSK : o. A.  l  OmU  l  101 Min.

Die attraktive Literaturdozentin Claire ist 50, alleinerziehende Mutter und steckt in einer schwierigen Beziehung mit ihrem jüngeren Liebhaber Ludo. Um ihn auszuspionieren, legt sich Claire ein falsches Facebook-Profil an und wird zu Clara, einer hübschen 24-Jährigen. Alex, Ludos bester Freund, findet Clara online und verliebt sich in sie. Auch Claire findet Interesse an dem jungen Fotografen und es entwickelt sich ein intensiver Chat-Flirt. Obwohl sich alles in der virtuellen Welt abspielt, sind die Gefühle real. Während Claire zusehends dem Sog der Parallelwelt erliegt, möchte Alex sie endlich treffen. Claire gerät immer weiter in Bedrängnis und verliert die Kontrolle über das virtuelle Spiel – bis alle gefährlich nah am Abgrund stehen.

Basierend auf einem Roman von Camille Laurens, erzählt Regisseur Safy Nebbou in spannungsvoll vom Abdriften in eine unzuverlässige Zwischenwelt, in der Realität und Lüge verschwimmen. In atmosphärischen Bildern entsteht das Porträt einer faszinierenden Frau, die nicht nur mit ihren eigenen Verletzungen ringt, sondern auch mit universellen Themen wie Einsamkeit und der Angst vor dem Älterwerden. Die Kamera bleibt dabei ganz nah an der großartigen Juliette Binoche, die mit ihrem nuancierten Spiel einmal mehr ihr ganzes Können unter Beweis stellt.

Yoga – Die Kraft des Lebens

F 2019  l  R: Stéphane Haskell  l  FSK: o. A.  l  OmU  l  90 Min.

Ein Mann von etwas mehr als vierzig Jahren ist infolge einer gefährlichen Rückenoperation gelähmt. Seine Prognosen stehen schlecht, denn die Ärzte sagen, dass er vielleicht nie wieder laufen kann. Nach vielen Jahren des Leidens entdeckt er mit Yoga einen möglichen Weg der Heilung. Diese innere Reise wird nicht nur ihn selbst wiederherstellen, sondern ihn auch für die Welt öffnen. In den entlegensten Regionen der Erde begegnet er faszinierenden Menschen, die Yoga ebenfalls gerettet hat.

Zwischen den Zeilen

F 2018  l  R : Olivier Assayas  l  D : Juliette Binoche, Guillaume Canet, Vincent Macaigne  l  FSK: ab 6  l  108 Min.

Léonard schreibt Romane, in denen er vergangene Liebschaften verarbeitet und die realen Bezüge mehr schlecht als recht verschleiert. Sein Verleger Alain ist jedoch vom letzten Manuskript wenig überzeugt und auch mehr mit der Digitalisierung seines Verlags oder vielmehr mit der jungen Mitarbeiterin beschäftigt. Alains Frau Selena dagegen gefällt Léonards Text, vielleicht, weil sie selbst mit einer Affäre in die Angelegenheit verstrickt ist. Ehrlichkeit ist hier ein flexibles Konzept. Und so diskutieren alle mit viel Witz über Dichtung und Wahrheit sowie den kulturellen und digitalen Wandel, und sehen über ihr zweifelhaftes frivoles Handeln entspannt hinweg. Der preisgekrönte Regisseur Olivier Assayas zeichnet mit leichter Hand ein feines Sittenbild des intellektuellen Pariser Literaturbetriebs. Subtil legt er die Doppelleben seiner Helden offen und zeigt in treffenden Dialogen, wie vieles doch gleich bleibt, selbst wenn ständig von Veränderungen die Rede ist. Besetzt mit einem hochkarätigen Ensemble um Juliette Binoche und Guillaume Canet, bietet der Film ugleich intelligentes Kino und beste französische Unterhaltung.