Hannah Epperson  

"Slowdown"

Geboren in Salt Lake City, aufgewachsen in Vancouver – Hannah Epperson ist auch biografisch eine Wandlerin zwischen zwei Welten. Kein Wunder also, dass sie im Schmelztiegel der Kulturen, in New York, ihr Zuhause gefunden hat. Inspiration für ihre Musik zieht sie aus zahlreichen Reisen sowie häufigen Kollaborationen mit anderen Musiker*innen und Kunstbereichen in ihrer Wahlheimat. Hier findet sie alle erdenklichen Variationen von Kunst und Kultur und überträgt sie in ihre eigene Musik. Das Ergebnis ist ein überaus vielfältiges und erfrischendes Repertoire, das mit dem neuen Album erneut seinen Weg in die Welt finden wird.

Passend zu den besonderen Atmosphären, die sie zu schaffen weiß und ihrer grandiosen, sehr breit aufgestellten Technik an der Geige, konzipiert sie ihre Alben nicht nur als die übliche Aneinanderreihung von Songs: Alle ihre Stücke existieren in zwei komplett unterschiedlichen Varianten – einmal sehr reduziert instrumentiert (Iris) und einmal in einem glasklaren Pop-Gewand (Amelia). Im Februar 2018 erschien nun das fulminante zweite Album. Die Namen Iris und Amelia stehen bei Epperson für zwei fiktive Charaktere. Die Kanadierin mit amerikanischem Pass kreiert in beiden Varianten ganz eigene Klangwelten. Nicht nur wegen der zwei so unterschiedlichen Charaktere des Albums fällt eine Genre-Einordnung äußerst schwer. Konzeptionell kann man sie aber ohne zu zögern als eine avantgardistische Pop-Figur bezeichnen. Ihr Umgang mit Bildern und politischen Themen reiht sie ohne Umschweife zwischen feministischen Pop-Größen unserer Zeit ein: Geradeheraus deckt sie gesellschaftliche und genderbezogene Missstände auf und zerstört gängige Rollenbilder und Klischees über vermeintlich naturgegebene weibliche Etikette. Slowdown darf sogar ohne Zweifel als Eppersons persönliches Meisterwerk bezeichnet werden, Ergebnis und Krönung einer aufwühlenden Zeit mit unzähligen Konzerten und Festivals. Im Gegensatz zur hohen Frequenz der letzten Monate widmet sie sich mit dem neuen Album folgerichtig erstmal auch weit weniger Bühnen, dafür so besonderen wie der Elbphilharmonie in Hamburg oder dem Silent Green in Berlin.

KONZERT

Datum:

Freitag,  16. November 2018 | 20:00 Uhr

Ort:

Scheune

Weitere Informationen:

Nachhören: hannahepperson.ca

Eintritt: 12 Euro VVK  /  15 Euro AK

Copyright Bild: Hannah Epperson

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