Stilles Land … DEFA-FILM & GESPRÄCH

D 1992 l R: Andreas Dresen l D: Thorsten Merten, Jeanette Arndt, Kurt Böwe, Petra Kelling, Asad Schwarz l FSK: 0 l 98 Min.

Kai, ein junger idealistischer Regisseur, kommt voller Tatendrang an ein kleines Theater im Norden der DDR. Er will seine Vision von „Warten auf Godot“ auf die Bühne bringen. Doch seine Ideen und sein Enthusiasmus stoßen bei den Ensemble-Mitgliedern auf Unverständnis und Gleichgültigkeit. Wie in einem Mikrokosmos spiegelt sich in der kleinen Welt des Theaters die gesammelte DDR-Wirklichkeit: jahrelanges Duckmäusertum und Gängelung durch die Partei haben jede Eigeninitiative absterben lassen. Was bleibt, ist Opportunismus, Anpassung, Resignation, Alkohol. Ungläubig und zweifelnd nimmt man die Nachrichten aus Ungarn und Prag zur Kenntnis. Als im Herbst ’89 die Kunde von Massendemonstrationen in Leipzig die Provinz erreicht, keimen auch im Ensemble Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Einige wollen die miefige Provinz verlassen und sich nach Berlin aufmachen. Aber noch nicht einmal das will recht gelingen.

Der DEFA-Spielfilm wurde 1988 in Saarbrücken mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet.

Ein Film über den Abschied von gestern und das Ende der DDR, dargestellt am Beispiel eines Kleinstadt-Theaters in den bewegten Zeiten der deutschen Wiedervereinigung. Ein Film über die deutsche Provinz allgemein und über deutsche Provinzbühnen im Besonderen.

Weitere Informationen:

DEFA-FILM & GESPRÄCH mit Andreas Dresen

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Sachsen-Anhalt

Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Der Eintritt ist frei!

Alle Termine im Überblick:

  • Do.,19.12. | 18:00 Uhr