Kim:Knut

"Salbke – Zwischen Verfall und Verheißung"

Für viele Außenstehende ist der Magdeburger Stadtteil Salbke kaum mehr als ein Durchfahrtsort – ein Zwischenraum zwischen Schönebeck und der Magdeburger Innenstadt, passiert auf einer verkehrsreichen Hauptstraße mit dem Auto oder der Straßenbahnlinie 2.

Einst pulsierte hier das industrielle Leben. Große Werke prägten den Stadtteil, in dem unzählige Arbeiterinnen und Arbeiter lebten, arbeiteten und feierten. Mit den Werksschließungen nach der Wende verlor Salbke rund ein Fünftel seiner Einwohner, und ein Großteil der Wohnungen, vor allem entlang der verkehrsreichen Hauptstraße, stand zeitweise leer. Die Spuren dieser Entwicklung sind bis heute sichtbar: eine unterdurchschnittliche Bevölkerungsdichte, bröckelnde Fassaden und Industriebrachen bestimmen das Bild.

Doch wer in Salbke innehält und genauer hinsieht, entdeckt eine andere Seite. Charmante Dorfstrukturen, morgendlicher Nebel über der Elbe, und Kirchtürme über schmalen Gassen bilden zusammen mit den Industriebrachen einen faszinierenden Kontrast zwischen Verfall und Verheißung. Das Duo Kim:Knut, wohnhaft in Salbke, lädt in seiner allerersten Fotoausstellung dazu ein, den Stadtteil mit den Augen zweier Bewohner zu sehen – ehrlich und poetisch. Hier treffen Industrieromantik und Naturidylle aufeinander, Geschichte und Gegenwart. Ein persönlicher Blick auf einen Stadtteil im Wandel.

Während der Vernissage am 09.01.2026 um 18:00 Uhr sowie der Finissage am 13.02.2026, ebenfalls um 18:00 Uhr, erwartet die Besucherinnen und Besucher eine kurze Begrüßung inklusive Getränke sowie ein Beitrag über die Entstehung ausgewählter Werke. Außerdem lädt eine Kartenaktion dazu ein, eigene Gedanken und Erinnerungen festzuhalten und zu teilen. Für Fotografie-Interessierte liegen an beiden Tagen zudem Fotomagazine und historische Fotobücher aus Magdeburg zum Blättern bereit.

Datum:

Zu sehen vom 09. Januar bis 13. Februar

Ort:

HofGalerie

Weitere Informationen:

Vernissage am 09. Januar um 18 Uhr.

Finissage am 13. Februar, ebenfalls um 18:00 Uhr.