Wie sieht die Welt aus den Augen eines 19-Jährigen aus? Und was passiert, wenn man nicht nur die Bilder sieht, sondern auch die Gedanken dazu lesen kann?
Mit „Dear Diary“ präsentiert Steven Bukher, Hobbyfotograf und aktueller FSJler des Moritzhofs, seine erste eigene Ausstellung – ein sehr persönliches Projekt, das Fotografie und Text miteinander verbindet. Entstanden ist ein visuelles Tagebuch, das in mehreren Kapiteln kleine Ausschnitte seines Lebens zeigt: mal spontan, mal inszeniert, mal roh, mal poetisch.
Die Ausstellung gliedert sich in thematische Bereiche – etwa Familie, Nachtleben, Fernweh oder das Alleinsein – und zeigt, wie eng visuelle Eindrücke und persönliche Gedanken miteinander verwoben sein können. Begleitende Texte, inspiriert von tatsächlichen Situationen, Emotionen oder Erinnerungen, lassen die Bilder um eine weitere Ebene wachsen. Sie spiegeln nicht nur Geschehenes, sondern manchmal auch Gedachtes, Gefühltes oder Mögliches.
„Um wahre Freiheit zu erreichen, muss man sich völlig lösen. Diese Freiheit will ich allerdings nicht. Ich will eine Freiheit, in der ich einfach meinen inneren Frieden habe.“
Dieser Eintrag steht exemplarisch für viele Fragen, die mitschwingen – doch es geht nicht um eine endgültige Antwort. „Dear Diary“ ist ein offener Raum, in dem Gedanken geteilt, Perspektiven gezeigt und Stimmungen festgehalten werden – persönlich, erzählerisch, manchmal fiktional.
Eine Einladung zum Verweilen, Wiedererkennen – und vielleicht auch zum eigenen Nachdenken.